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Colorado - Erstbearbeitung bei vernachlässigten Hufen in tropischer Gegend

Colorado - 4-jähriger Paint-Wallach
Colorado

Falldokumentation über die Hufe eines Paint-Wallachs. Das Pferd war hier ca. 4-jährig, lebt in einer tropischer Gegend, auf reichlich bewachsenem sandigem Boden der Tiefebene mit viel Bewegung auf einer 8000 Hektar grossen Ranch mit aktivem Herdenleben, wie in der Wildnis.

Die Hufe wurden zum Zeitpunkt der Aufnahmen zum ersten Mal bearbeitet. Sie waren sehr hart und zäh, was u.a. auf das momentane Klima (eher trocken mit gelegentlichen tropischen Regenschauern) und den Untergrund (sandige Böden) zurückzuführen ist.

Vor der ersten Bearbeitung

Vor der Bearbeitung: lange Zehe mit langer untergeschobener Trachte, verbogener Zehen- und Seitenwände der unteren 2-3cm, Ausbrüche, Risse und Spalten, Probleme der Weißen Linie.

Sohlenansicht vorne links vor Bearbeitung
Vorne links - Ansicht Sohle vor Bearbeitung
Huf vorne links vor Bearbeitung
Vorne links - Ansicht Huf vor Bearbeitung
Ansicht Zehe vorne links vor Bearbeitung
Vorne links - Ansicht Zehe vor Bearbeitung

 

Es liegt nahe, dass das Erlangen eines gesunden Hufs einige Monate in Anspruch nehmen wird.

Die langen Wandüberstände machen dem Pferd vorallem in schnelleren Gangarten Probleme, da er über die lange Zehe mit erhöhtem Aufwand abrollen muss.

 

Erstaunlich ist, wie sich die Hufe trotz einer sehr dicken Hufwand (ca. 10mm ringsum) selbst "bearbeitet" haben, der Tragrand sich abgerundet hat und die Ausbrüche sich so weit in Grenzen halten, als dass es zu keinen schmerzhaften Rissen in der Hufwand kam.

Huf hinten rechts vor Bearbeitung
Huf hinten rechts vor Bearbeitung
Huf hinten rechts vor Bearbeitung
Huf hinten rechts vor Bearbeitung

 

 

Die "Seitenwandsenke" / überlange Trachte insbesondere bei den Vorderhufen ergibt sich

Nach der Bearbeitung

VL nach Bearbeitung
VL Sohle nach Bearbeitung
VL nach Bearbeitung
VL Seiten nach Bearbeitung
VL nach Bearbeitung
VL Zehe nach Bearbeitung

Bemerkenswert finde ich, dass trotz dieser Vernachlässigung ein relativ gesund aussehender Huf mit kurzer Wand, wenig Verbiegungen, Sohlenwölbung und Senke zum Vorschein kam.

Am Vorderhuf bemerkt man auch nach der Bearbeitung noch eine leichte Wandverbiegung von oben herab, die mit weiterer korrekter Hufpflege herauswachsen kann. Die Probleme (Gammel, Entzündung, Abszesse) der Weissen Linie lösen sich in den vorhandenen klimatischen Bedingungen/ Bodenverhältnissen nur durch konsequente Hufpflege in kurzen Intervallen (3-4 Wochen) und somit dem Kurzhalten des Tragrands.

 

HR nach Bearbeitung
HR Sohle nach Bearbeitung
HR nach Bearbeitung
HR lateral nach Bearbeitung

 

Fazit

Die Voraussetzungen sind hier entsprechend

 

Verschiebung der Parameter - mehr Probleme

Wie man sieht, hat die Vernachlässigung der Hufe Konsequenzen: Verbiegungen, Risse, Erkrankung der Weissen Linie, Abszesse, unphysiologischer Bewegungsablauf.

Ein leichtes Verschieben der Parameter kann sehr leicht zu großen Problemen führen. Dies zeigt sich beispielsweise bei einer Hauspferde-Herde, die im gleichen Land in einer anderen Region lebt: lehmig-erdiger Boden, ebenso viel Regen (ca. 2000mm / Jahr). Hier erwies es sich als notwendig, die Hufe im 3-Wochen-Rhythmus zu bearbeiten, da sonst

In den folgenden Bildern sieht man einige Beispiele von tieferliegenden Problemen der Weißen Linie und der Hufwand. Aufgrund der Umgebungsbedingungen: nass, weicher matschiger Erdboden und Vernachlässigung bzw. falsche Bearbeitung der Hufe kam es zu Problemen der Weißen Linie. Die Bearbeitung der Hufe lässt insofern zu wünschen übrig, als in den ersten Fotos die Wand nicht berundet wurde und davor keine Hufpflege stattfand (Fotos nach Erstbearbeitung).

  Probleme der Weißen Linie aufgrund von Vernachlässigung
Probleme der Weißen Linie
aufgrund von Vernachlässigung
HR nach Bearbeitung
HR nach Bearbeitung
  

 

 

 

 

 

 

 

Infektion Wand und Weiße Linie
Infektion Wand und Weiße Linie
Infektion Wand und Weiße Linie
Infektion Wand und Weiße Linie

 

 

 

 

 

 

 

© Text und Fotos: Gunnar Schillig, Januar 2011